| Tag |
Log |
Text |
Bild |
| 22.08.03 |
0 nm |
Start in Wackerballig |
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| 23.08.03
Sa
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0 nm |
Das Laden hat mehr Zeit benötigt für ein Bier je Schleuse
sind imerhin 156 Flaschen notig |
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| 24.08.03
So
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54 nm |
Schleuse Nr. 1 Holtenau abends Rendsburg |
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| 25.08.03
Mo
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132 nm |
Schleuse Nr. 2 Brunsbüttel abends Hamburg City-Hafen |
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| 26.08.03
Di
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187 nm |
Schleuse Nr. 3 Geesthacht Schleuse Nr.4
Schiffshebewerk Lüneburg ( ein tolles Ding) abends Uelzen |


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| 27.08.03
Mi
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232
nm
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Schleuse Nr. 5 Ülzen wir haben über 3 Stunden gewartet,
dann ging es 24 m mit Schwimpoller nach oben bis auf 71m über dem Meer -
unser Tagesziel Sehnde konnten wir nicht mehr erreichen. Übernachtung an
einer Sportbootliegestelle bei einer Waldgaststätte am Mittellandkanal. |
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| 28.08.03
Do |
290 nm |
Schleuse Nr 6 Anderten leider wieder 14,7 m nach unten.
Ab Hannover liegt der Mittellandkanal tiefer. Bisher keine Probleme.
Abends Yachtclub Minden. |
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| 29.08.03
Fr |
334 nm |
Heute Regen satt. Aber am Abend ein Sieg der Sehnsucht.
Reinhard und Monika sind 300 km mit dem Auto gefahren um uns zu besuchen.
Marina Recke. |

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| 30.08.03
Sa |
376 nm |
Schleuse Nr 7 Münster die Sonne scheint und weiter nach
Kanalstadt Datteln. |

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| 31.08.03
So |
392 nm |
Heute nur ein kleines Stück, denn morgen gehts mit 5
Schleusen durchs Ruhrgebiet. Abends AMC Castrop-Rauxel. |
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| 1.9.03
Mo |
417 nm |
Schleuse Nr. 8 Herne-Ost, 12,8 m zu Tal (Bild), Schleuse Nr.
9 Warne-Eickel, Nr. 10 Gelsenkirchen, Nr 11 Oberhausen alle mit
Schwimmpoller, nur ein Sportboot und wir keine Frachter - sozusagen
Komfortschleusen, dann kleiner Umweg über die Ruhr (1 km) zur Schleuse Nr
12 Ruhrschleuse. Durch den grössten Binnenhafen Europas geht es nun zum
Rhein und abends in die neuen Marina Duisburg. |



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| 2.9.03
Di |
439 nm |
Ab heute nicht mehr Binnenschiffer sondern Rheinschiffer
bitte !
Das ist Motorbootfahren vom feinsten ! Gleitfahrt, ohne Wellen zwischen
den Frachtern und gegen den Strom, oder zu Berg, wie man hier sagt.
Wassertiefe um die 4 m. Am Rhein wird nebenbei bemerkt, nicht rechts im
Fahrwasser gefahren. Der Talfahrer nimmt immer die Außenseite der Kurve.
Wir als Bergfahrer nehmen die Innenseite oder besser die Fahrwassermitte,
der Sandbänke wegen.
Abends im Düsseldorfer Yachtclub, Reiner und Hanne kommen zu Besuch.
Und noch eins - hier treffen wir das erste Schwesterschiff eine Ferretti
430. |


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| 3.9.03
Mi |
497 nm |
Das Log zeigt heute 74 nm durchs Wasser über Grund waren es
aber nur 108 km = 58 nm den Rest hat der Rhein verströmt. Es ist sonnig
und deutlich wärmer. Die Industriegebiete liegen hinter uns und die
Landschaft wird schöner. In der Hafeneinfahrt von Oberwinter (bei
Königswinter) erster Kontakt mit dem Sand (Wassertiefe 1,2 m). |

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| 4.9.03
Do |
542 nm |
Heute morgen war der Wasserstand um noch 5 cm weniger. Wir
haben trotzdem gut aus dem Hafen gefunden. Untertags viel Sonne, 26 Grad,
Schösser, Burgen, zauberhafte Landschaft und Motorschiffe (Frachter) ohne
Ende. Vorbei am Deutschen Eck in Koblenz, wo die Mosel in den Rhein
mündet. Wo außer hier gibt es Wahrschau-Flosse als Schilderträger
? Abends St.Goar am Fuße der Loreley. ( im Bild unter der Spitze
der Pascal Flagge.) |


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| 5.9.03
Fr |
542 nm |
Heute keine Seefahrt ! Zu Fuß zur Loreley und 468 Stufen
zum Loreley-Felsen - Herzinfarkt - oben, Gott sei Dank, ein Biergarten mit
Franziskaner Hefe Weizen vom Fass. |

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| 6.9.03
Sa |
594 nm |
Von St. Goar bis Bingen liegt die strömungsstärkste
Teilstrecke des Rheins. 8 bis 10 km/h Strömung. Bis Oberwesel ist es eine
Wahrschau-Strecke mit besonderer Verkehrsregelung. Das Fahrwasser ist
schmal und kurvenreich, der Verkehr durch die vielen Ausflugsboote
besonders dicht und dazu kommen enorme Strudel im Wasser die durch
sprunghafte Tiefenänderungen ( von 14 m auf 2,3 m) verursacht werden.
Garniert wird das ganze durch viele Felsen und Geröllfelder
(Jungferngrund) - kurz gesagt alles wovon der Skipper träumt.
Dafür war der weitere Verlauf über Mainz bis Gernsheim recht
langweilig. Für die Hafenauswahl ist nun immer mehr die Fahrwassertiefe
in der Einfahrt das Kriterium. Deshalb heute Gernsheim und nicht Oppenheim
oder Worms. |
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| 7.9.03
So |
649 nm |
Ein schwerer Tag : Niedrigwasser ohne Ende, kaum Gleitfahrt
möglich, Langweilige Industrielandschaft (Ludwigshafen BASF), enge
Fahrwasser mit Buhnen, hinter denen sich abgesenkte Wasserflächen bilden.
Auch langsame Frachter sind in Verdrängerfahrt wegen der Sogwirkung nicht
zu überholen. Und so wird es auch ein langer Tag. In den letzen beiden
Stunden dann auch noch Leistungsprobleme mit der Steuerbordmaschine. Damit
keine Gleitfahrt mehr möglich.
Aber am Abend Freude über den Besuch von Hans-Werner und Eva. Wir
haben im Clubschiff des MBC-Karlsruhe gut gegessen und geschnackt. |


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| 8.9.03
Mo |
652 nm |
Fehlersuche an der Maschine. Ruß im ganzen Maschinenraum -
eine Verschlussschraube am Auspuffkrümmer hatte sich gelöst und war
heruntergefallen. Durch das 12 mm Loch blies der Auspuff nun Ruß in den
Maschinenraum. Dies führte zum verstopfen der Luftansaugfilter. Der
Volvodienst in Karlsruhe hat zufällig Urlaub, aber der nette Notdienst
gab per Handy Rat: Filter abbauen und ohne eine Probefahrt machen. Erfolg
- neue Filter bestellt, werden morgen eingebaut. Herta hat den
Maschinenraum gereinigt und sah dann aus wie ein Schlotfeger. |
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| 9.9.03
Di |
690 nm |
Herta wieder sauber, neuer Filter eingebaut - alles paletti.
Am Weg die Hochseil-Gierfähre mit Ponton-Brücke. Sie legt nur Ruder
um einen Gierwinkel zum Strom zu erreichen. Der Strom ist dann der
Antrieb.
Schleuse Nr.13 Iffzeheim (10m) dann Schleuse Nr.14 Gambsheim (10m) -
und die Überraschung vom Oberrhein: 11 m Wassertiefe und breites
Fahrwasser (mit Segelbooten !). Wetter heiß und sonnig und ein schöner
Blick auf die ersten Berge des Schwarzwaldes. Abends Nautic-Club-Kehl (
gegenüber von Strasbourg) |

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| 10.9.03
Mi |
727 nm |
Schleuse Nr.15 Strasbourg (11m) Schleuse Nr.16 Gerstheim
(11m) Schleuse Nr.17 Rhinau (11m) Schleuse Nr.18 Marckolsheim (13m). Wir
haben auch an den Schleusen Fans ! Wetter windig und kalt aber trocken.
Abends MCY-Breisach, ein schöner Ort mit ruhigen Hafen, unser letzter
am Rhein. Neuer Matrose Peter kommt an Bord. Morgen wird's ernst. Meldung
vom Rhein Rhone Kanal : Maximal zulässiger Tiefgang 1,3 m Wassertiefe 1,6
m. Der Clubvorsitzende hat freundlicherweise für uns angerufen. Noch
ein paar Zahlen von GPS 48°01' N 7°34' E Höhe 195 m über
dem Meer. |

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| 11.9.03
Do |
760 nm |
Schleuse Nr. 19 Vogelgrun (11 m), Schleuse Nr. 20
Fessenheim (15,5m), Schleuse Nr. 21 Ottmarsheim (14,7m), Schleuse
Nr. 22 Niffer (5,5m).
Unser letzter Tag am Rhein, wir sind über 600 km auf ihm gefahren. In
Niffer sind wir in den Rhein Rhone Kanal abgebogen.
Schleuse Nr 23 im Kanal ( Sie haben keine Namen).
Der Wasserstand am Kanal ist normal und nicht niedrig ! Es geht ohne
Probleme durch den ersten Tunnel (140 m) bis Mühlhausen. |

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| 12.9.03 |
772 nm |
Es wird ernst, die erste Brücke hat nur 3,55 m, wir
streifen mit der linken Fly-Scheibe an. Rost fällt von der Brücke, voll
zurück und die Scheibe bleibt heil. Wir wollen zurück zum Hafen, doch
die Schleuser-Crew winkt uns zurück. Der Wasserstand in diesem Abschnitt
wird für uns um 10 cm abgesenkt. Dann geht es ganz knapp. Der
Schleusenmeister erklärt uns später, in seinen 25 Dienstjahren habe noch
nie ein Schiff umkehren müssen.
Danach geht es hart weiter, 12 nm mit 23 Schleusen. unsere Nummern 24
bis 47. Abends um 19.30 Uhr sind wir ermattet in Dannemarie. Haben
da gut gegessen (Karpfen in Gries panniert). |
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| 13.9.03
Sa |
789 nm |
Um 9.00 Uhr geht es weiter, die Hafenmeisterin überwacht
unser pünktliches Auslaufen. Die Schleusen-Crew will ja nicht warten.
Noch 15 Schleusen geht es zu Berg. Dann ist Bergfest (mit Sekt) auf 341 m
Höhe. Dann noch 10 Schleusen und eine 3,5 m Brücke und wir sind in
Montbeliard und haben nun ca. 1/3 des Kanals geschafft.
Unser Schiff ist nun mit Wasserballast im Spoiler und Maschinenraum
(ca. 3 000 l) so getrimmt, daß es am Steuerstand und am Targabügel 3,46
m Höhe hat. Kompass, Steuerrad, Scheiben und alles inklusive
Antennenfüsse sind abmontiert. Der Kanalwasserstand musste trotzdem um 15
cm gesenkt werden um eine sichere Durchfahrt zu ermöglichen. Dies dauert
etwa 15 Minuten. Der Service der Schleusen-Crew ist perfekt, man braucht
an keiner Schleuse warten und notfalls wird auch ein Baguette vom Bäcker
geholt.
Wetter sehr gut, alles O.K. |

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| 14.9.03
So |
802 nm |
Allez Allez, 9.30 es geht weiter. Heute ist der Tag der
schwersten Prüfung - Brücke 3,48 m, die niedrigste der ganzen Reise.
Doch überraschend kam seelischer Beistand in in Form von Eva und HW. Sie
sind 300 km gefahren um uns ein Stück zu begleiten. Wir hatten 2 Stunden
Zeit da ein Schleusentor klemmte. Der Kanal wurde wieder für uns
abgesenkt, dann ging alles gut. Eine fantastisch aufregende Reise ! Heute
Schleuse 72 bis 85, abends in I'ISLE-SUR-LE-DOUBS, direkt beim Super-U.
Morgen früh wird eingekauft. |

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| 15.9.03
Mo |
822 nm |
Jeder Tag hat seine eigenen Herausforderungen. Seit heute
bedient unser 1.Offizier die Schleusen mit einer Funkfernbedienung selbst.
Wir fahren nun größtenteils im Flussbett der Doubs. 2 bis 3 Meter
Wassertiefe, Felsen genaue Anweisungen den Uferabstand zum Fahrwasser
einzuhalten. Hier wird sicher kein Fehler verziehen ! Das Fahrwasser
eignet sich eher für nervenstarke Skipper. Überraschend fanden wir nun
auch noch eine 3,45 m Brücke. Wir hatten wegen dem untiefen Wasser schon
Ballast abgepumpt und mussten nun erneut fluten. Die Landschaft
ähnelt stark der fränkischen Schweiz, Berge mit Felsen und Wäldern -
traumhaft schön. Die Schleusen liegen am Flussufer und überbrücken den
nur geringen Höhenunterschied des Wehres im Flusslauf. Abends liegen wir
in einer Schleuse, was eigentlich nicht erlaubt ist. Aber die
Schleusenleitstelle hat auf Grund fehlender Liegeplätze und Peters
Französisch dann doch zugestimmt. Heute 14 Schleuse unsere Nummer 86 bis
100.
Unser Einkäufe vom Morgen ermöglichen
uns ein tolles 3 Gänge Menü an Bord. Wir leben wie Gott in Frankreich -
übereinstimmenden Meinung der gesamten Besatzung.
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| 16.09.03
Di |
838 nm |
10 Schleusen - Bord Routine - eine mit starker Querströmung
durch eine Wassermühle. Unsere Schleusen Nr. 101 bis 110. Der
Tunnel Nr.2 ist 394 m lang und führt unter der Zitadelle von Besancon
hindurch, Aufregend aber unproblematisch. Am Nachmittag Stadtbesichtigung,
Schifffahrt mit dem Ausflugsdampfer nochmals durch den Tunnel und mit 2
Schleusen - hatten wir ja lange nicht. Am Abend topp Essen - 4 Gänge, 2
Flaschen Wein und zum Schluss einen Gelbwein - Spezialität der Gegend,
fast schon ein Sherry. |

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| 17.09.03
Mi |
857 nm |
Ein ruhiger Tag am Kanal. Heute 11 Schleusen. Unsere Nummern
111 bis 122. Peter hat eine neue Aufgabe Nachmittags über 30 Grad. Der
Tunnel Nr.3 ohne Probleme und abends am idyllischen Anleger von Ranchot in
der französischen Pampas, aber mit dem 2 Sterne Hotel La Marien - schaun
wir mal rein! |


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| 18.09.03
Do |
878 nm |
Der letzte Tag am Rhein-Rhone Kanal. Mittags in Dole. Und
dann auf den letzten Meilen zeigt der Kanal nochmal sein volles Programm:
14 Schleusen ( unsere Nr. 123 bis 136 ), teils mit Querströmung an der
Ein- und Ausfahrt (Überläufe), teils mit übervollen Becken - kein
Fender hält. Niedrige Wassertiefe in Versandungen und natürlich niedrige
Brücken ohne Ende. Eine mit 3,60 m angegebene Brücke droht zum Endpunkt
unserer Reise zu werden. Der Kanal hat nun hohen Wasserstand (hat wohl
irgendwo in den Bergen geregnet). Also alle Tricks - Fluten was reingeht
und Wasserstand im Kanal absenken lassen. Das kostet uns rund eine Stunde
und wir schaffen die letzte Schleuse zur Saone nicht mehr (um 19 Uhr ist
Schluss). Der Kanal will uns wohl nicht freigeben ! Wir können die Saone
nur sehen und unser Ziel nicht erreichen, also heimisches Sauerfleisch aus
Bordbeständen.
Wie heisst es im Buch: " Der Rhein-Rhone-Kanal bietet eine der
schönsten Flussreisen Frankreichs, aber die Schifffahrt ist schwierig und
verlangt stetige Aufmerksamkeit" - stimmt ! |

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| 19.09.03
Fr |
881 nm |
Heute unsere Schleuse Nr. 137 hinaus auf die Saone. 4 bis 8
m Wassertiefe und nur noch hohe Brücken. Wir haben nun nur noch 500 km
bis zum Mittelmeer und machen deshalb schon nach 3 Meilen Schluss. Ein
Hafentag zum Boot und Fender putzen bei über 30 Grad in St.Jean de Losne. |
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| 20.09.03
Sa |
914 nm |
Unsere Schleusen Nr 138 und 139 stören die einfache Fahrt
auf der Saone kaum. Problem des Tages : Gegenwind der Stärke 6
(Wellenhöhe 0,1 m) und brennend heiße Sonne, die stechenden Durst
erzeugt. Die Gegend ist berühmt für Steaks aus weißen Rindern (Bild)
wir werden das heute Abend in Chalon-Sur-Saone testen. |

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| 21.09.03
So |
946 nm |
Ein Tag ohne Schwierigkeiten. Bei 29 Grad mit einer Schleuse
(Nr.140) nach Macon, eine historische Stadt mit 70000 Einwohnern. Hier
beginnt laut Reiseführer Südfrankreich. 3 km Fußweg vom Yachthafen in
die City. Dann lukullisches Abendessen mit Blick auf die Altstadt und die
Brücke. Schiffbruch an der Brücke von Macon gehört laut unseren
Unterlagen bei Hochwasser zur Geschichte der Saone ! Es ist aber normaler
Wasserstand, deshalb zurück zum Essen. Vorspeise: "Fricasse
d'abarts poulet" - als ich alle verdächtig aussehenden
Fleischstücke von meinen Teller entfernt hatte (Peter nahm diese nach
Lukullus lechzend gerne an) hatte ich nur noch 2 Stückchen Huhn und ein
paar Salatblätter auf dem Teller. Als Hauptgang gab es "Andouillete"
Bratwurst ca. 4 cm dick aus Kutteln. An Bord schauten wir ins Wörterbuch:
abarts heißt Schlachtabfälle !. |
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| 22.09.03
Mo |
992 nm |
Es geht weiter nach Lyon, hier mündet die Saone in die
Rhone. Schleuse 141 und 142. Problemlose Fahrt immer den Fluss entlang.
Abends erneut Sightseeing: Wir besuchten Notre Dame de Ville (Bild) von da
hat man einen grandiosen Blick auf die Millionenstadt Lyon, dem Mekka der
französischen Esskultur - kein Kommentar ! |
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| 23.09.03
Di |
1014 nm |
Bald Aufstehen - Termin zum Öl- und Filterwechsel beim
Volvo-Dienst. - Unser Versorgungs- und Kommunikations- Offizier geht
von Bord. Lyon hat einen wunderschönen Bahnhof - Gute Reise Peter. Wir
haben am Morgen nur noch 315 km und 12 Schleusen bis zum Mittelmeer.
Ölwechsel um 14 Uhr fertig, dann noch 41 km und unsere Schleusen Nr.: 143
und 144 auf der Rhone. Sie ist breit (100 bis 200m), tief (6 bis 10m) und
strömt mit 1 bis 2 Knoten mit. Das Wetter ist kalt (19 Grad) und
regnerisch (mehrere Schauer). Abends in Port des Roches de Condrieu. -
Ruhe und wunderschöne Weinberglandschaft. Abendessen: selbstgemachtes
Peffersteak - viel besser als die Kneipen der letzten Tage. |
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| 24.09.03
Mi |
1052 nm |
Unsere Schleusen 145,146 und 147 - moderne
Schwimmpollerschleusen mit 12 bis 15 m Hub. Problemlose Fahrt durch
schöne Landschaft. Die Sonne ist wieder da, aber es weht ein starker
Mistral (7 Beaufort). Vom Berg wo die 3 Kreuze stehen sollen sich 3 Frauen
in den Fluss gestürzt haben weil sie nicht länger auf ihre Männer
warten wollten - Ich kam auch zu spät ! Am Abend der erste Hafen mit
Mooringleinen ( nein Ketten) - wir kommen dem Mittelmeer näher. Wir sind
in Valence - Abendessen im Club-Restaurante. |

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| 25.09.03
Do |
1101 nm |
Schleuse 148, 149 und 150 - durchs Rhone-Eng und schöne
Landschaften - ein einfacher Tag, ich weiß gar nicht was ich schreiben
soll. Wir melden uns bei der Schleuse Bollene an ( unsere Nr. 151 und mit
23 m die größte an der Rhone) - "Einfahrt in 15 Minuten" ist
die Antwort. Wir machen am neuen Sportbootwartesteg fest. Aber es geht
nicht weiter, ein englischer Segler, der inzwischen auch eingetroffen ist,
sagt uns "The Lock is broken". Eine kaputte Schleuse hat ja auch
in unserer Erfahrung noch gefehlt. Reparatur in der Nacht oder
morgen ? - Nach 2 Stunden gehts dann doch wieder, es ist jetzt aber schon
19 Uhr - vor der Dunkelheit können wir noch den Sportbootanleger von St.
Etienne des Sorts erreichen, doch da ist kein Sportbootanleger, nur
Grosschifffahrtsdalben - es wird dunkel wir machen fest.
Auch am Freitag Morgen sind die Überraschungen nicht zu Ende. Wir
frühstücken noch draußen im Sonnenschein, doch plötzlich kommt dichter
Nebel auf und an eine Weiterfahrt ist nicht zu denken - also wieder warten
! |

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| 26.09.03
Fr |
1121 nm |
Um 12 Uhr ist der Nebel weg. Es geht weiter. Unsere
Schleusen 152 und 153 ohne Probleme. Dann Puls 185 - Anlegen bei über 1
kn seitlichem Strom. Dann liegen wir in Avignon direkt beim Papstpalast
("Das schönste und stärkste Haus der Welt") und der berühmten
halben Brücke Saint-Benezet. Sie wurde im 12.Jh. gebaut und dann immer
wieder durch Krieg und Hochwasser zerstört. Im 17.Jh. hat man Sie
endgültig aufgegeben. Die Kappelle St. Nicolas an der Brücke ist dem
Schutzpatron der Flussschiffer geweiht. Wir gehen da jetzt mal hin um uns
zu bedanken.
Noch 2 Schleusen und 70 km Rhone bis zum Mittelmeer! |
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| 27.09.03
Sa |
1167 nm |
Schleuse Nr 154 die letzte in der Rhone, dann geht es an
Arles vorbei und durch eine langweilige Gegend. Dann ist sie da, die
"Ecluse maritime", (Nr. 155) die Seeschleuse zum Mittelmeer. 5
cm Hub geh es runter, es dauert aber fast eine Stunde. Ein Hamburger
Seemann der schon seit 2 Jahren hier auf einem kleinen Motorboot unter
dänischer Flagge an Land lebt, macht uns klar, dass die Uhren hier anders
gehen. Die Tankstelle ist schon seit 5 Jahren pleite. Einen Tankwagen gibt
es am Wochenende natürlich auch nicht.
Aber wir sind am Mittelmeer in Port St. Louis du Rhone die Binnenfahrt
ist überstanden und die Pascal liegt wieder in Salzwasser und unter
Palmen ! Das Wetter lässt zu wünschen übrig, zwar ist es warm aber
wolkig und ab und zu regnet es ein bisschen. |
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| 28.09.03
So |
1217 nm |
Der deutsche Wetterbericht sagt NW 5-6 in Böen 8-9. See 1
m. Es regnet. Nur 480 l Diesel im Tank und 180 nm bis Barcelona - Das kann
nichts werden. Um 11 Uhr lässt der Regen nach, Wind ist meinem Gefühl
nach höchstens 4-5 und aus SE. Wir wollen wenigstens ein kleines Stück
weiter, Deshalb beschließen wir 50 nm an der südfranzösischen Küste
nach Westen zu gehen. Nach 2,5 Stunden sind wir in Port Camarque , ein
Hafen mit 4300 Liegeplätzen (35.-€) und einer Tankstelle- aus der
tröpfchenweise Diesel kommt. Nach dem ersten Weizenbier wage ich eine
Dreisatzrechnung: Das Tanken wird ca. 3 Stunden dauern, wir brauchen
schließlich 1000 l.
Der Hafenmeister sagt für morgen gutes Wetter voraus (3BF). Vielleicht
gehen wir morgen bis Barcelona oder auch nur bis Argeles-sur-Mer (etwa der
halbe Weg) - Wir haben ja noch Zeit. Für uns hat die Mittelmeersaison
begonnen. Seid Ihr lieben Segler schon im Winterlager ? schade aber auch -
die Pascal liegt wieder unter Palmen !
Letzte Meldung: Nach 630 l ist die Tankstelle leer ! |
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| 29.09.03
Mo |
1293 nm |
Das Wetter ist sonnig, aber es weht ein kalter Wind. Wir
fahren 76 nm in schöner Gleitfahrt - das Boot fühlt sich offenbar wohl
im Mittelmeer. Am Nachmittag liegen wir in Port Argeles-sur-Mer am Fuße
der Pyrrenäen. Ankommen heißt für uns 3 mal anlegen (Waiting-Pier,
Tankstelle, Liegeplatz) - Die Anlegegetränke zehren an den Vorräten. Ein
sehr schöner Hafen mit langen Stränden - Wassertemperatur 21 Grad, Luft
24 Grad - wir waren aber nur mit den Füßen im Wasser.
Morgen sind es immer noch 105 nm nach Barcelona und das Wetter soll
schlechter werden. |
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| 30.09.03
Di |
1402 nm |
Herta weckt mich früh, sie will die Flaute ausnutzen bevor
die gefährlichen Gewitter kommen. Wir laufen schon um 8,30 Uhr aus ! 109
nm in 4 Stunden, an der Costa Brava vorbei. Berge, Felsen und Strände
sehen trotz des diesigen Wetters schön aus. Um 1 Uhr beginnt der Regen,
nach dem Tanken (0,66 €/l) schüttet es wie Teufelsau. Spanien hätte
uns auch netter empfangen können, oder soll es "156 Schleusen bis
zum Regen" heißen. Die Kneipenmeile des Olympiahafens von Barcelona
kenne ich schon vom Flair Törn. Hoffentlich finde ich die richtige
wieder.
Morgen haben wir noch 127 nm bis Mallorca (Porta Portals). |
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| 1.10.03
Mi |
1414 nm |
Der Sturm (7BF) war schon in der Nacht. Bei 3-4 BF laufen
wir aus. Der Wind und die alte Welle kommen genau aus Süd. Da wollen wir
hin, also genau gegen an. In Verdrängerfahrt läuft das Schiff gut gegen
die 1,5m hohe See, doch Gleitfahrt ist unmöglich. Wir versuchen es bis
wir im tiefen Wasser sind (100m) aber die Wellen werden nicht kleiner. Wir
kehren um. Barcelona ist ja auch ein schöner Hafen und heute scheint die
Sonne (28 Grad Luft und 24 Grad Wasser). Wir gehen zum Brandungsbaden an
den Strand gleich neben dem Hafen. Jetzt wissen wir welche Kraft die
Wellen haben. Gestern Abend und heute Nachmittag haben wir sehr gut
gegessen. Es gibt über 50 Lokale hier am Hafen. Jetzt wollen wir noch ein
Guinness im Pub trinken. |
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| 2.10.03
Do |
1542 nm |
Der Wind ist weniger (3-4 BF). Wir laufen um 9.30 Uhr aus,
damit wir notfalls einen Teil der Strecke in Verdrängerfahrt laufen
können. Es ist sehr diesig, der Himmel sieht rötlich dreckig aus.Voraus
eine riesige Gewitterfront. Die alte Welle ist noch immer hoch. Uns ist
etwas mulmig, immerhin über 100 nm offenes Wasser und keine stabile
Wetterlage. Doch die ersten 50 nm laufen gut (Gleitfahrt 23 - 25 kn), dann
wird es hackiger, die Welle ist jetzt zwar etwas niedriger, kommt aber
mehr von vorne und ist steiler. Wir gehen auf 17 kn runter. Kurz vor
Mallorca bricht die Sonne durch. Der Wind ist heiß wie ein Fön, doch wir
erleben eine traumhafte Fahrt um die Insel. Vorbei an St. Elmo und Santa
Ponsa geht es nach Portals. Um 15 Uhr sind wir auf unserem Liegeplatz.
Sonne, 32 Grad.
Es ist vollbracht !
Unsere längste Reise ist zu Ende.
1542 nm, 155 Schleusen, 202 Motorstunden, 5036 l Diesel und nicht zu
vergessen Tausende von Brücken, davon einige sehr niedrige. Schiff und
Mannschaft haben einwandfrei funktioniert.
Wir gönnen uns ein First Class Abendessen im Ritzi. |
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| 3.10.03
Fr |
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Nach dem alle Anschlussadapter beschafft sind, ist Heute
Putz- und Waschtag. Der Rückflug ist gebucht für Sonntag. Ankunft in
Hamburg mit Air-Berlin 7045 um 16.40 Uhr.
Erstes Wiedersehen mit den Freunden aus der Heimat am Sonntag 20 Uhr im
Strandhaus Wackerballig ! |
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